Verabschiedung des Schulleiters der Hofäckerschule, Werner Wöhr

Nach 15 prägenden Jahren war es am letzten Schultag des Schuljahres 2019-20 soweit:

Der Schulleiter der Hofäckerschule, Werner Wöhr, wurde von der zuständigen Schulrätin des Staatlichen Schulamts Ludwigsburg, Frau Lichtenfeld, in der letzten Dienstbesprechung des Kollegiums als Schulleiter verabschiedet.

Herr Wöhr hat seit dem Schuljahr 2005/06 über 15 Jahre die Hofäckerschule entscheidend und nachhaltig geprägt. So gestaltete er das Grundkonzept, welches die Schule zu einer Ganztagesschule werden ließ, die heute in Sersheim selbstverständlicher Baustein der örtlichen Bildung ist. Er arbeitete mit äußerster Akribie verschiedenste Konzepte zu allen Bereichen des schulischen Lebens aus und konnte dabei auch auf ein Kollegium zurückgreifen, das ihn in seinen Aktivitäten mit großem Einsatz voll unterstützte.

Ursprünglich noch eine Grund- und Hauptschule, wurde die Hofäckerschule aus bildungspolitischen Gründen im Laufe der Jahre zu einer reinen Grundschule. Trotzdem wurden von Herrn Wöhr Konzepte auch in diese Schulform übernommen und erfolgreich weiterentwickelt.

Als Beispiele seien nur die jährliche Seniorenfeier, der Mensabetrieb, die Lernwerkstatt oder verschiedenste Schul- und Förderkonzepte zum individuellen Lernen zu nennen.

Unvergesslich auch einige Momente, die immer in Erinnerung bleiben werden: So nahm einmal als Gast die spätere Kugelstoß-Europameisterin Christina Schwanitz an den Bundesjugendspielen teil und maß sich im Wettkampf mit Herrn Wöhr. Später durften wir in der Sersheimer Sport- und Kulturhalle den Bundestrainer der Deutschen Fußballnationalmannschaft, Jogi Löw, willkommen heißen, da die Hofäckerschule als 10.000 Teilnehmer die Ausschreibung eines Wettbewerbes gewonnen hatte.

Dies alles und vieles mehr hat nur funktioniert, weil Herr Wöhr über einige Persönlichkeitsmerkmale verfügte, die dies möglich werden ließen. So zeichnete er sich durch eine überaus große Hingabe an „seine“ Schule aus, verbrachte viel Zeit in ihr und übernahm darüber hinaus auch viele Dinge, die gar nicht in seinem eigentlichen Aufgabengebiet aufgeführt sind. Sein vorbildliches Verhalten und seine stete Sorge um das Wohl seiner Schüler und Mitarbeiter standen dabei genauso im Vordergrund wie die konsequente Weiterentwicklung der Hofäckerschule. Gerade in den letzten Monaten setzte er sich noch einmal ganz besonders für die Digitalisierung der Schule ein, so dass ab dem kommenden Schuljahr perfekte Bedingungen für einen modernen und sehr zeitgemäßen Unterricht gegeben sind.

Schließlich hat die Corona-Pandemie mit all ihren unterschiedlichsten Herausforderungen auch Herrn Wöhr noch einmal bis zum letzten Tag gefordert, so dass zu wenig Zeit blieb, sich innerlich auf den nun doch plötzlichen Abschied von „seiner“ Schule vorzubereiten.

Das Kollegium, die Schülerinnen und Schüler und die Elternschaft wünschen Herrn Wöhr für den neuen Lebensabschnitt alles erdenklich Gute, viel Gesundheit und endlich die wohlverdiente Entspannung!

A. Burkhardt